Alles zum Thema Tubeless

Der Tubeless-Experte klärt auf

Let's talk about Tubeless. Generelle Fakten.

Was versteht man unter Tubeless?

Kurz gesagt: „Tubeless“ heisst schlauchlos. Das bedeutet, im Reifen steckt kein klassischer Schlauch mehr - stattdessen sitzt der Reifen direkt luftdicht auf der versiegelten Felge.

Die Luft wird in den Hohlraum zwischen Reifen und Felge gefüllt. Um zu verhindern, dass die Luft entweicht (z. B. durch Speichenlöcher, Ventil oder Reifenflanken), ist ein korrektes Setup entscheidend.

So wurde Tubeless populär:
Wenn du jetzt aber denkst, Tubeless sei eine neuartige Erfindung, dann ist das nicht ganz richtig - denn beispielsweise auch Autoreifen funktionieren schon lange schlauchlos.
Im Radsport hielt Tubeless Anfang der 2000er Einzug, als Michelin, Mavic und Hutchinson den Crossmax UST entwickelten. Der grosse Durchbruch kam aber erst 2008, als Philippe Gilbert das renommierte Eintagesrennen „Omloop Het Volk“ auf Tubeless-Reifen gewann.
Seitdem gewinnt das System an Popularität - besonders im MTB-Bereich, wo es heute auch für Hobbyfahrer Standard ist. Aber auch im Gravel- und Rennradbereich wird Tubeless zunehmend geschätzt.
Keine Angst: Die Zusammenstellung der notwendigen Komponenten ist nicht kompliziert. Die meisten modernen Sporträder werden für den Tubeless gebrauch vorbereitet ausgeliefert. Das wird “Tubeless-ready” genannt.

Was sind die Vorteile von Tubeless im Vergleich zu klassischen Schläuchen?

Höhere Pannensicherheit
Keine Snakebites (Durchschläge durch den Schlauch) mehr. Kleinere Löcher werden durch die im Reifen befindliche Dichtmilch (engl. Sealant) meist automatisch abgedichtet. Oft merkt man gar nicht, dass man eine Panne hatte.
Besseres Fahrgefühl
Tubeless erlaubt niedrigere Reifendrücke - das erhöht Komfort, Grip und Fahrsicherheit. Gerade im Gelände ein spürbarer Vorteil.
Weniger Rollwiderstand
Auch auf Strasse oder Schotter bringt der niedrigere Druck Vorteile: Der Reifen passt sich dem Untergrund besser an, was den Rollwiderstand reduziert. In Tests zeigt sich, dass Tubeless-Systeme gegenüber Butylschläuchen oft 2–5 Watt pro Reifen einsparen, bei Latexschläuchen ist der Unterschied etwas kleiner, aber immer noch messbar.
Weniger Gewicht
Da der Schlauch entfällt, spart man meist etwas Gewicht im Bereich des Reifens - besonders relevant im sportlichen Einsatz. Besonders im Rennrad- und Gravel-Bereich ergibt das einen spürbaren Gewichtsvorteil, beim MTB liegt das Gewicht je nach Reifengrösse ungefähr gleichauf oder etwas darunter.

Welches sind die Nachteile von Tubeless?

Aufwendigere Montage
Auch wenn die meisten Sporträder Tubeless-Ready ausgeliefert werden, ist das Setup etwas komplexer als bei Schlauchreifen, da man durch Hinzugabe von Dichtmilch noch die Voraussetzungen schaffen muss, damit das Konzept auch zuverlässig abdichtet. Für die Montage eines Tubeless Setups wird durch eine gute Standpumpe oder einen Kompressor erheblich einfacher.

Regelmässige Wartung
Die Dichtmilch sollte alle 3 bis 6 Monate überprüft und bei Bedarf nachgefüllt oder ersetzt werden. Der reibungslose Ablauf erfordert etwas Geschick und das richtige Setup. Smarte Systeme wie das Ventilsystem von milKit ermöglichen es, Dichtmilch im Reifen über das Ventil zu messen und nachzufüllen, ganz ohne den Reifen zu demontieren oder die Luft abzulassen.

Wann lohnt sich Tubeless wirklich – und wann nicht?

Tubeless lohnt sich immer dann, wenn du von deinem Rad mehr Performance, Pannensicherheit, Komfort und Grip erwartest. Im Rennrad-Bereich bringt Tubeless spürbare Vorteile durch weniger Rollwiderstand und die Möglichkeit, mit niedrigeren Drücken zu fahren, ohne das Risiko von Durchschlägen. Gerade auf längeren Touren oder in Rennen summieren sich die eingesparten Watt und die geringere Pannenanfälligkeit deutlich.

Im Gravel- und MTB-Bereich ist Tubeless nahezu unschlagbar: Da man bei Tubeless in der Regel mit niedrigeren Drücken unterwegs ist, geniesst man erhöhte Traktion und einen besseren Fahrkomfort. Gleichzeitig ist man pannensicher unterwegs, da die Milch kleine Löcher und Schnitte zuverlässig abdichtet. Vor allem, wer regelmässig im Gelände unterwegs ist oder lange Touren fährt, profitiert von der deutlich höheren Sicherheit.

Für Gelegenheitsfahrer mit sehr schmalen Reifen und kurzen Touren mag der klassische Schlauch ausreichend sein. Aber sobald Pannenschutz, Leistung und Komfort eine Rolle spielen, lohnt sich der Umstieg auf Tubeless fast immer.

Welcher Reifendruck ist optimal für Tubeless?

Der optimale Reifendruck hängt stark von Einsatzbereich, Reifenbreite, Fahrergewicht und Untergrund ab. Der grosse Vorteil von Tubeless ist, dass du mit deutlich weniger Druck fahren kannst als mit Schlauch, ohne das Risiko von Snakebites (Durchschlägen). Weniger Druck bedeutet mehr Komfort, mehr Grip und bessere Kontrolle.

Auf dem Rennrad fährt man mit Tubeless-Reifen oft zwischen 4,5 und 6,5 bar, je nach Gewicht und Reifenbreite. Schmalere Reifen und schwere Fahrer eher im oberen Bereich, breitere Reifen und leichtere Fahrer etwas darunter. Im Gravel-Bereich liegen die Werte typischerweise zwischen 2,5 und 4 bar, abhängig davon, ob du mehr auf Asphalt oder im Gelände unterwegs bist. Beim MTB ist noch weniger Druck möglich: Vorne oft 1,2–1,6 bar, hinten 1,4–2,0 bar, abhängig von Fahrstil, Gewicht und Reifengrösse.

Wichtig ist, sich langsam an den persönlichen Sweetspot heranzutasten: Lieber etwas niedriger beginnen und bei Bedarf in kleinen Schritten erhöhen, bis sich Fahrgefühl, Grip und Rollwiderstand optimal anfühlen. Tubeless macht diesen Spielraum deutlich grösser – und genau das ist einer der Hauptgründe, warum so viele Fahrer umsteigen.

Alles zur Tubeless-Installation

Kann ich mein aktuelles Laufrad auf Tubeless umrüsten?

Ob man das aktuelle Laufrad Tubeless (TL) umrüsten kann, hängt von ein paar Faktoren ab.

1. Felge / Laufrad

Falls die Felge „Tubeless Ready“ oder „UST“ markiert ist: Ja, problemlos umrüstbar.
Felgen, die vom Hersteller nicht für Tubeless freigegeben sind: Zwar ist in manchen Fällen ist eine Umrüstung möglich, aber oft nicht immer zuverlässig. Deshalb raten wir ausdrücklich davon ab.

2. Reifen

Nur „Tubeless Ready“ Reifen sind geeignet. Ob dein Reifen “Tubeless Ready” ist, findest du auf der Reifenmarkierung. Wenn du TLR, TLR oder TLE darauf findet, ist er Tubeless-Ready. Normale Reifen können undicht sein.

Klassische Reifen: Mit einem klassischen Reifen Tubeless zu fahren birgt mehrere Risiken. Beispielsweise kann es sein, dass die Reifenwulst an sich nicht über die notwendige Stabilität verfügt oder nicht fest genug in der Felge sitzt. Deshalb sind nicht Nicht-TL-Reifen oftmals schwer dicht zu bekommen und nicht so lange so haltbar. Aus diesem Grund raten wir ebenfalls von der Nutzung von Reifen ab, die nicht für den Tubeless-Gebrauch vorgesehen sind.

Was brauche ich für die Umrüstung?

Tubeless-Felgenband zur Abdichtung der Speichenlöcher, oftmals schon vormontiert, Tubeless-Ventile, Spezielle Dichtmilch (versiegelt kleine Löcher & Poren automatisch)

Montage & Pflege

Für die Montage ist ein kräftiger Luftstoss (Kompressor oder Tubeless-Pumpe) nötig, damit der Reifen ins Felgenhorn springt. Teilweise kann man das auch mit einer guten Standard-Pumpe hinbekommen, jedoch bedarf es dafür je nach Reifen etwas Übung und Geschick.

Die Dichtmilch in deinem Reifen sollte alle 3–6 Monate kontrolliert und nachgefüllt werden.

Kurzum: Wenn deine Felge und Reifen Tubeless Ready sind, steht einer problemlosen Umrüstung nichts im Weg. Mit klassischen Felgen und Reifen ist es manchmal möglich, aber mit Abstrichen bei Dichtigkeit und Sicherheit verbunden. Hinweis: Vor allem in Puncto Sicherheit sollte man sich auf keine Risiken einlassen - deshalb unsere wärmste Empfehlung, wenn Tubeless, dann auch mit dem geeigneten Setup.

Brauche ich einen Kompressor oder geht es mit normaler Pumpe?

Damit ein Tubeless-Reifen beim ersten Mal richtig „sitzt“, muss er mit einem kräftigen Luftstoss ins Felgenhorn springen. Ob eine normale Standpumpe reicht, hängt von Reifen, Felge und Erfahrung ab.

Standpumpe: Geht manchmal

Mit modernen Tubeless-Ready-Felgen und -Reifen klappt es oft auch mit einer guten Standpumpe und etwas Geschick.

Wichtig:

  • Prüfe, ob der Reifen gleichmässig im Felgenbett sitzt, damit der Innendruck den Reifen über die Wulst im Felgenbett ans Felgenhorn - und somit in die korrekte Position drückt.
  • Montageflüssigkeit verwenden (Seifenwasser oder spezielles Gel), damit der Reifen leichter „ploppt“. In Foren ist teilweise auch von Erfahrungsberichten mit Öl zu lesen - davon raten wir ausdrücklich ab. Öl mag zwar auf den ersten Blick sinnvoll sein, aber es trocknet sind und der Reifen könnte somit leichter auf der Felge - und im Worst Care auch übers Felgenhorn rutschen

Schnell und kräftig pumpen.

Kompressor oder Tubeless-Pumpe: Die sichere Wahl

Ein Kompressor liefert den nötigen Luftstoss sofort und fast jeder Reifen springt damit ins Horn.

Tubeless-Floorpumps mit Drucktank (z. B. Bontrager Flash Charger, milKit Tubeless Booster) sind die perfekte Lösung für zuhause oder unterwegs.

Damit geht die Montage sauber, sicher und ohne Frust.

Welcher Reifendruck ist optimal für Tubeless?

Der optimale Reifendruck hängt stark von Einsatzbereich, Reifenbreite, Fahrergewicht und Untergrund ab. Der grosse Vorteil von Tubeless ist, dass du mit deutlich weniger Druck fahren kannst als mit Schlauch, ohne das Risiko von Snakebites (Durchschlägen). Weniger Druck bedeutet mehr Komfort, mehr Grip und bessere Kontrolle.

Auf dem Rennrad fährt man mit Tubeless-Reifen oft zwischen 4,5 und 6,5 bar, je nach Gewicht und Reifenbreite. Schmalere Reifen und schwere Fahrer eher im oberen Bereich, breitere Reifen und leichtere Fahrer etwas darunter. Im Gravel-Bereich liegen die Werte typischerweise zwischen 2,5 und 4 bar, abhängig davon, ob du mehr auf Asphalt oder im Gelände unterwegs bist. Beim MTB ist noch weniger Druck möglich: Vorne oft 1,2–1,6 bar, hinten 1,4–2,0 bar, abhängig von Fahrstil, Gewicht und Reifengrösse.

Wichtig ist, sich langsam an den persönlichen Sweetspot heranzutasten: Lieber etwas niedriger beginnen und bei Bedarf in kleinen Schritten erhöhen, bis sich Fahrgefühl, Grip und Rollwiderstand optimal anfühlen. Tubeless macht diesen Spielraum deutlich grösser – und genau das ist einer der Hauptgründe, warum so viele Fahrer umsteigen.

Wie viel Dichtmilch muss ich in den Reifen füllen?

Empfohlene Dichtmilch-Mengen bei milKit Dichtmilch:

  • Road / Gravel: 60–80 ml
  • 26” MTB: 60–80 ml
  • 27.5” MTB: 80–100 ml
  • 29” MTB: 100–120 ml
  • 32” MTB: 110–140 ml

Wichtig: Diese Mengen sollten nach der ersten Fahrt effektiv noch im Reifen vorhanden sein. Neue Reifen „schlucken“ anfangs Dichtmilch, weil die Karkasse noch nicht mit einem Dichtfilm versehen ist und Milch in die Poren einzieht – oft unbemerkt.

Deshalb bei neuen Reifen eher etwas grosszügiger befüllen und nach der ersten Fahrt unbedingt kontrollieren und bei Bedarf nachfüllen.

Wie montiere ich einen Tubeless-Reifen?

Was du hier siehst, ist eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung. Keine Sorge, es ist nicht so kompliziert, wie es auf den ersten Blick scheint.

Solltest du einen (neuen) Laufradsatz haben, auf dem das Felgenband schon vormontiert ist, springe zu Schritt 4.

Schritt 1: Felge vorbereiten

Reinigen: Felge gründlich von altem Band, Schmutz und Öl befreien.

Schritt 2: Die Wahl des richtigen Felgenbandes:

Das Tubeless-Felgenband sollte 1-2mm grösser sein, als das Felgenbett breit ist. Angaben zur Maulweite deiner Felge findest Du in der Regel auf der Homepage des Herstellers (Angabe: Inner Width).

Schritt 3: Anbringung des Felgenbandes:

Wichtig: Das Felgenband muss unter kräftigem, konstantem Zug aufgeklebt werden. Schau dir dieses Video von Pro-Rider Dan Wolfe an - er zeigt dir, wie's gemacht wird!

Fang dafür etwa 2-3 Speichenlöcher vor dem Ventilloch an, das Felgenband aufzukleben und beende deine Runde ca. 2-3 Speichenlöcher nach dem Ventilloch. Mehr als eine Lage Felgenband aufzutragen führt oftmals zu mehr Problemen, als es nutzt.

Der Anfang ist am mühsamsten, weil Du das Felgenband mit der einen Hand ins Felgenbett drücken und mit der anderen Hand ziehen und abrollen musst.

Es hilft sehr, wenn Du ein zusätzliches Paar Hände zur Hilfe hast. Ansonsten empfiehlt es sich zu sitzen und das Laufrad zwischen Füssen und Knien einzuklemmen.

Wichtig: Achte immer darauf, dass sich keine Falten oder Luftblasen bilden. Das birgt das Risiko für Undichtigkeiten.

Beim Abschneiden des Felgenbandes darauf achten, dass du schräg abschneidest, damit es besser hält und sich nicht löst.

Schritt 4: Ventilloch setzen:

Das Felgenband an der Stelle des Ventillochs mit einer spitzen Ahle oder einem kleinen Schraubenzieher vorsichtig durch das Band stechen. Dabei reicht ein minimales Loch. so klein wie möglich halten, damit das Ventil dicht abschliesst.

Wichtig: Das Loch auf keinen Fall ausschneiden oder zu gross machen! Ansonsten drohen Undichtigkeiten.

Info: Die meisten Undichtigkeiten ums Ventil herum liegen an einer fehlerhaften Montage des Felgenbandes oder einem unsauberen/zu grossen Felgenbandlochs.

Schritt 5: Ventil montieren

Anschliessend drückst Du den Ventilschaft in das Ventilloch. Fixiere das Ventil mit der Gummidichtung nach innen und der Rändelmutter aussen. So sorgst du für einen festen Sitz.

Handfest anziehen, nicht zu stark, sonst kann das Band oder der Ventilsockel beschädigt werden.

Jetzt bist du bereit, den Reifen aufzuziehen.

Schritt 6: Reifen aufziehen

Zunächst einen Reifenwulst komplett in die Felge setzen.

Wenn du kein milKit Ventilsystem fährst: Dichtmilch einfüllen. Bei milKit kommt das Befüllen erst am Ende.

Die zweite Reifenflanke gleichmässig ins Felgenbett heben. Achte Darauf, dass der Ventilsockel frei und zwischen den beiden Reifenflanken ist.

Bei Bedarf Montageflüssigkeit (z. B. Seifenwasser) auf die Flanken auftragen. Das erleichtert das „Ploppen“, da der Reifen somit leichter in die richtige Position in der Felge gleitet.

Schritt 7: Aufpumpen & Abdichten (und Dichtmilch hinzugeben)

Den Reifen kräftig aufpumpen (Kompressor oder Tubeless-Pumpe empfohlen) und auf das typische „Plopp“ warten Das ist das Zeichen, dass die Wulst ins Felgenhorn springt und alles richtig sitzt.

Wenn du milKit Ventilsystem fährst:

Ziehe mit dem milKit Ventilsystem (Spritze, flexibler Drehhahn und Nadel) nun frische Dichtmilch auf. Die richtige Menge hängt vom Reifen ab, zu findest auf dem Etikett deiner milKit-Dichtmilch Richtwerte. Öffne den Ventilhahn dafür und verschliesse ihn wieder, wenn du das Ventilsystem von der Flasche zum Rad führt - so bleibt auch sicher alles drin und es gibt keine Sauerei.

Gib die Dichtmilch durch das milKit-Ventil in den bereits vorgepumpten Reifen (max. 1-1.5 bar) hinein. Ggf. musst du etwas Luft ablassen, wenn du merkst, dass der Widerstand zu gross ist. Nachdem du die Dichtmilch in den Reifen gegeben hast, verschliesse den Drehhahn wieder, damit die Dichtmilch nicht in die Spritze zurückgeführt wird. Das kann passieren, wenn der Reifen unter Druck steht.

Schritt 8: Wenn die Dichtmilch drin ist, prüfe, ob die Reifenflanke rundum gleichmässig sitzt. Wenn Du Schwierigkeiten hast die Reifenflanke in die vorgesehene Position am Felgenhorn zu bringen kann etwas Dichtmilch hilfreich sein.

Schüttle nun den Reifen und drehe ihn in alle Richtungen, damit sich die Milch verteilt.

Schritt 9: Kontrolle & Nacharbeit

Prüfe, ob Luft an einer Stelle Luft entweicht (z. B. Blasen an der Seitenwand). Oftmals hilft es, wenn du eine kleine Runde mit dem Rad drehst.

Schritt 10:

Checke nach der ersten Fahrt nochmal deine Dichtmilch: Viele Reifen „schlucken“ anfangs Milch → ggf. solltest du direkt etwas nachfüllen. Die Mengenangabe der Dichtmilch auf der Flasche sollte dem Inhalt entsprechen, der nach der ersten Fahrt noch im Reifen ist.

Dichtmilch alle 3–6 Monate kontrollieren und auffrischen. Wenn du merkst, dass die Dichtmilch sich verfestigt, tausche sie gegen neue Milch aus. So kannst du immer sicher sein, dass die Milch im Reifen optimal performt.

Zusätzliche Tipps vom Profi:

Für hartnäckige Reifen: Erst ohne Milch „setzen“, dann Ventilkern herausdrehen und Milch nachfüllen. Oder das milKit Ventilsystem verwenden (Compact Kit / Conversion Kit).

Reifen nach Montage für ein paar Minuten waagerecht ablegen und beidseitig drehen – das sorgt für eine gleichmässige Verteilung der Milch.

Was muss ich tun wenn ich mit Tubeless eine Panne habe?

Mit Tubeless bist du unterwegs meist sorgenfrei, denn kleine und oftmals auch mittelgrosse Durchstiche (4-5 mm) verschliesst die Dichtmilch automatisch. Tritt doch einmal Luft aus, einfach weiterfahren, damit die Milch wirken kann.

Bei grösseren Löchern helfen Tubeless-Plugs, die das Loch zuverlässig abdichten. Ist der Schaden zu gross, kannst du jederzeit einen Ersatzschlauch einsetzen und die Tour bis zum Ende weiterfahren.

Eine Minipumpe oder CO₂-Kartusche gehören deshalb immer mit ins Gepäck, damit du auch im Pannenfall mobil bist. Zu Hause angekommen prüfst du den Reifen in Ruhe, entfernst gegebenenfalls den Plug, kontrollierst den Reifenzustand und ergänzt frische Dichtmilch, damit dein Tubeless-System für die nächste Ausfahrt wieder voll einsatzbereit ist.

Better safe than sorry - was man immer dabei haben sollte:

  • Minipumpe oder CO₂-Kartusche für das Wiederaufpumpen nach einer Panne.
  • Tubeless-Plugs / Reparaturset wie beim milKit Hassle’off für grössere Löcher, die die Dichtmilch nicht selbst schliesst.
  • Ersatzschlauch, falls der Schaden zu gross ist oder der Reifen nicht mehr abdichtet. Hier empfehlen wir den milKit TPU-Schlauch - leicht, aber dennoch extrem durchschlagsresistent

Optional:

  • Reifenheber
    Zum Abnehmen des Reifens, falls nötig - im milKit Hassle’off enthalten
  • Multitool
    Für eventuelle kleine Anpassungen oder Reparaturen am Bike, ebenfalls im milKit Hassle’off enthalten
  • Ventilherzschlüssel
    Hilfreich, wenn man Dichtmilch nachfüllen oder das Ventil reinigen muss - auch im milKit Hassle’off enthalten

Lerne unser milKit-Ventilsystem kennen

Was macht das milKit Ventilsystem aus?

An manchen Tubeless-Mythen ist was dran, denn Tubeless kann schnell zur Sauerei werden - zumindest mit dem falschen Setup.

Mit dem Ventilsystem von milKit haben wir eine Lösung entwickelt, die dein Tubeless-Leben auf diversen Ebenen vereinfacht. Aber der Reihe nach.

Tubeless-Ventile: Die milKit-Ventile erinnern auf den ersten Blick an ein normales Presta-Ventil. Beim genaueren Hinsehen findet man am unteren Ende des Ventils Gummiklappen, die dafür sorgen, dass die Luft im Reifen bleibt, selbst wenn man den Ventileinsatz rausschraubt. Ein weiterer Vorteil: Die Ventile verkleben nicht mehr, da die Gummiklappen wie eine Art Schutzschild fungieren. Dadurch gelangt deine Dichtmilch mehr vom Reifen in das Ventil.

Einfache Montage: Normalerweise füllst du Dichtmilch in den Reifen und versuchst nun, diesen aufs Felgenhorn zu bekommen. Das kann mitunter in einer richtigen Sauerei enden. Mit milKit montierst du den Reifen zunächst trocken. Wenn er einmal auf dem Felgenhorn sitzt, entfernst du das Ventilherz (Luft bleibt im Reifen) und gibst mit dem Spritzensystem - bestehend aus Spritze, flexiblen Drehhahn und Nadel - Dichtmilch direkt durch den Ventilschaft in den Reifen. Anschliessend schraubst du das Ventilherz wieder rein und pumpst den Reifen fertig auf den gewünschten Druck auf.

Messen und Nachfüllen: Gleichermassen funktioniert es auch, wenn du nur schnell prüfen möchtest, wie viel Milch du noch im Reifen hast. Zunächst etwas Druck ablassen (Rändelmutter am Ventil ganz aufdrehen und dann den Ventilkopf reindrücken) - auf ca. 1 bar. Dann schraubst du das Ventilherz raus, gehst mit dem Spritzensystem durch das Ventil in den Reifen und öffnest den Drehhahn am Verbindungsstück der Spritze. Jetzt gelangt die Milch vom Reifen in die Spritze, wo du dann siehst, wie viel Milch noch im Reifen ist. Du hast noch genügend Milch im Reifen? Dann gib die Milch einfach wieder zurück. Du möchtest etwas Milch dazugeben? Zieh frische Dichtmilch auf, Stecke die Nadel durchs Ventil und gib die Milch in den Reifen. Wichtig: Schau doch bitte, dass die Nadel vor dem Einführen durch das Ventil sauber ist und somit keine Dichtmilch in den Ventilschaft gelangt. Meistens reicht dafür ein Küchenpapier oder ein alter Lappen.

Vorteile zusammengefasst:

  • Ventile verkleben nicht mehr
  • Dichtmilch messen und nachfüllen, ohne den Reifen abzunehmen
  • Enorme Zeitersparnis und keine Strapazierung der Nerven
Welche Ventillänge benötige ich?

Die 35 mm Variante (nutzbare Länge) reicht für die meisten gängigen Felgen. Für höhere Felgenprofile empfehlen sich 45 mm, 55 mm oder 75 mm.

Am besten prüft man beim Laufrad- oder Felgenhersteller die angegebene Felgenhöhe und rechnet ca. 10–15 mm dazu. So ist sichergestellt, dass das Ventil weit genug herausragt und sich die Pumpe problemlos aufsetzen lässt.

Mit welchen Felgen- und Reifengrössen funktioniert milKit?

milKit funktioniert mit allen gängigen Felgen- und Reifengrössen inklusive Räder der Grössen 26″, 650B und 29″ sowie Rennrad-, Mountainbike- und Citybike-Rädern.

Die Standard-milKit-Ventile haben eine nutzbare Länge von 35 mm und sind damit lang genug für die meisten gängigen Felgen. Für Hochprofil-Felgen haben wir Ventile der Grössen 45mm, 55 mm und 75 mm im Sortiment.

Sind die milKit-Ventile mit den Clik-Ventilen von Schwalbe kompatibel?

Die milKit-Ventile sind nicht mit den Schwalbe Clik-Ventilen kompatibel. Das liegt an der Art und Weise, wie die milKit-Ventile konzipiert sind. Konkret ist es das Zusammenspiel aus den Gummiklappen und der Ventilherzverlängerung, welche die Kompatibilität mit den Clik-Ventilen von Schwalbe unmöglich macht.

Sinn der Ventilherzverlängerung: Sie ermöglicht den Luftstrom im Ventil (aufpumpen, abpumpen), indem sie die Gummiklappen am Ende des Ventils öffnet. Das ermöglicht das Messen und Nachfüllen von Dichtmilch durch das Ventil - ganz ohne dass man den Reifen abnimmt.

Bietet milKit Ersatz-Ventilherzen an?

Ja, wir bieten die milKit-Ventilherzen (mit Ventilherz-Verlängerungen) kostenneutral als Ersatzprodukte an, damit ihr diese bei eurer nächsten Bestellung gleich mitbestellen könnt. Tubeless made easy!

Ist das milKit Ventilsystem bei allen Rad-Typen verwendbar?

Das milKit-Ventilsystem kann an Mountainbikes, Rennrädern, Gravel-Bikes und Citybikes verwendet werden. Wir empfehlen die Verwendung von Tubeless-Ready-Reifen und -Felgen, um bestmögliche Performance und Zuverlässigkeit zu erreichen.

Wie kann ich Luft aus dem Reifen ablassen, wenn die milKit-Ventile unten mit Gummiklappen geschlossen sind?

Der milKit Ventilkern verfügt über eine zusätzliche Verlängerung, die beim Luftablassen die Gummiklappen am unteren Ende des Ventils aufdrückt.

Das Ablassen von Luft während der Fahrt ist dadurch genauso einfach wie gewohnt. Eine detaillierte Erklärung findest du hier im Video.

Ich habe Probleme beim Aufpumpen, woran kann das liegen?

Es ist möglich, dass sich in deinem Fall eine dünne Schicht Dichtmittel um die Gummiklappen gebildet hat und so das richtige Aufpumpen verhindert. Aber keine Sorge – das ist kein grosses Problem.

Lösung: Schraube die Rändelmutter maximal raus und drücke ein paar Mal auf den Ventilkopf, damit die Ventilverlängerung die dünne Dichtmittelschicht durchbrechen kann. Versuche dann erneut, Luft einzupumpen. Um sicherzustellen, dass die Schicht vollständig durchbrochen wird, kannst du das Ventil beim Drücken leicht hin- und herrütteln oder drehen.

Hier im Video siehst du genau, wie das geht.

Kann ich milKit mit Ventilen anderer Marken verwenden?

Die milKit-Ventile haben geschlossene Gummiklappen unten am Ventil. Das bringt folgende Vorteile mit sich:

  • Ventile verstopfen nicht mehr
  • Luft bleibt im Reifen, auch ohne installiertes Ventilherz (einfachere Installation von Tubeless-Reifen)
  • Messen und Nachfüllen der Dichtmilch, ohne die Luft aus dem Reifen abzulassen

Man kann milKit auch mit manchen Ventilen anderer Hersteller verwenden, verliert dann aber die wichtigsten Vorteile von milKit.

Kann ich Druckmessgeräte mit meinen milKit Ventilen verwenden?

Ja, das kannst du.

Ich glaube, mein Ventil ist verklebt. Was kann ich machen?

Die Gummiklappen im milKit Ventil bilden eine Schutzschicht, damit keine Dichtmilch ins Ventil gelangt. Trotzdem kann es in seltenen Fällen passieren, dass Dichtmilch in den Ventilschaft kommt und dort verklebt und man Probleme mit dem Luftstrom bekommt. Das passiert meist, wenn die Nadel vor dem Einführen nicht sauber gereinigt wurde und noch Dichtmilch daran haftet. Deshalb ist es wichtig, die Nadel immer gründlich zu reinigen, bevor man sie ins Ventil steckt. In diesem Fall musst du das Ventil reinigen oder dir ein neues Ventilherz in der richtigen Grösse besorgen.

Es kann aber auch sein, dass sich einfach eine Dichtmilchschicht über die Ventilklappen gelegt hat. In diesem Fall die Rändelmutter ganz herausdrehen und den Ventilkern hineindrücken – gerne auch leicht rütteln –, damit die Schicht aufbricht und die Luft wieder durchströmen kann.

Hier im Video siehst du genau, wie das geht.

Wie reinige ich Reifen und Felge von Dichtmilch?

Je nach gewählter Dichtmilch geht die Reinigung einfacher oder schwieriger von der Hand. In der Regel lässt sich Milch, die sich noch nicht hartnäckig festgesetzt hat, recht gut mit Wasser und einem Schwamm / einer Bürste reinigen.

Eingetrocknete Dichtmilch kann man mit warmem Wasser aufweichen – dann lässt sie sich in der Regel gut manuell entfernen. Bei besonders hartnäckigen Klumpen empfiehlt es sich, Isopropanol oder einen speziellen Dichtmilchentferner zu verwenden. Wichtig ist, dass Felge, Reifen und Ventil danach wieder sauber und trocken sind, bevor neue Milch hineinkommt.

Wie entsorge ich Dichtmilch?

Wir empfehlen, die Dichtmilch zunächst vollständig eintrocknen zu lassen, indem man flüssige Reste auf ein Stück Karton oder Papier giesst. Die getrocknete Masse verhält sich dann ähnlich wie Gummi und kann problemlos über den Hauskehricht / Restmüll entsorgt werden. Das gleiche gilt für grössere Mengen Dichtmilch – bitte nicht flüssig in den Abfluss schütten. Auch hier empfiehlt es sich, die Milch zunächst in einer Schale oder einem Behälter eintrocknen zu lassen, bevor man sie im Restmüll entsorgt. Wenn man besonders sorgfältig sein möchte, kann man Dichtmilch auch beim lokalen Entsorgungshof als nicht gefährlicher Chemieabfall abgegeben werden.

Alles rund um das Thema Dichtmilch

Wie oft muss man Tubeless Milch nachfüllen?

Dichtmilch sollte sie im Reifen regelmässig ausgetauscht werden.

Je nach Hersteller wird ein Wechsel der Dichtmilch alle 2-6 Monate empfohlen. Für die Original-Dichtmilch und die Road and Gravel-Dichtmilch von milKit empfehlen wir einen Dichtmilch-Check nach etwa 3 Monaten. Mit dem milKit Ventilsystem gelingt das im Handumdrehen und ganz ohne den Reifen abzunehmen.

Die Milch ist noch flüssig, aber es ist nicht mehr die empfohlende Menge im Reifen: Dichtmilch nachfüllen.

Die Milch ist schon arg eingetrocknet und man kann kaum oder nichts mehr entnehmen: Reifen abnehmen und reinigen. Dann empfohlene Menge an Milch dazugeben. So gehst du sicher, dass Menge und Qualität der Dichtmilch stimmen.

Was beeinflusst die Haltbarkeit der Dichtmilch?

Die Temperatur spielt eine grosse Rolle bei der Haltbarkeit deiner Tubeless-Milch.

Im Sommer kann die Milch aufgrund der höheren Temperaturen schneller austrocknen. Das ist vor allem für Road-Biker oder Graveller wichtig, die viel auf erhitztem Belag (Asphalt bei Sonneneinstrahlung) fahren. Unter solchen Umständen sollte man früher nachfüllen, um die volle Funktionsfähigkeit zu gewährleisten.

Im Winter hält die Milch zwar länger, sie kann aber nach der Zeit etwas eindicken - vor allem, wenn das Rad über einen längeren Zeitraum stillsteht. Auch in diesem Fall empfiehlt sich der Austausch der Dichtmilch, um die volle Performance zu gewährleisten.

Wie häufig zu deine Tubeless-Milch erneuern musst, hängt auch von deinem persönlichen Fahrstil ab. Wer viel Offroad unterwegs ist und sich dadurch häufiger kleinere Löcher zuzieht, die abgedichtet werden müssen, der hat insgesamt auch mehr Milchverbrauch.

Wichtig: Gerade bei neuen Reifen kommt es häufig vor, dass die Karkasse anfangs etwas Milch „aufsaugt“. Deshalb empfiehlt es sich, nach der ersten Fahrt die Menge zu kontrollieren und gegebenenfalls nachzufüllen.

Kann ich milKit-Dichtmilch mit Wasser verdünnen, um sie länger haltbar zu machen?

Da die Dichtmilch auf Wasser basiert, kann sowohl die Original-Dichtmilch als auch die Road- und Gravel Dichtmilch mit Wasser “gestreckt” werden. Bei der Original-Milch sollten es nicht mehr als 30% sein, bei der Road- und Gravel Milch empfehlen wir eine maximale Hinzugabe von Wasser von 15%. Bitte beachte, dass sich die Verdünnung der Milch auf die Performance der Dichtmilch auswirkt - die Dichtfähigkeit also abnimmt, je mehr Wasser hinzugegeben wird.

Wann wird es Zeit für den Milch-Wechsel?

Der Schütteltest: Ist die richtige Menge an Tubeless-Milch im Reifen, dann kann man tatsächlich ein leichtes Schwappen vernehmen. Wer kein geschultes Ohr hat, kann aber auch auf Nummer sicher gehen.

Mit dem milKit Ventilsystem kannst du deine Dichtmilch nicht nur ganz ohne Sauerei deine Dichtmilch nachfüllen. Du kannst genauso einfach auch den Füllstand der Milch überprüfen. So bist du immer auf der sicheren Seite. Wie das funktioniert, zeigen wir dir hier.

Eine praktische Faustregel: Wenn du als Vielfahrer mehrmals pro Woche unterwegs bist, solltest du spätestens alle 3 Monate einen Check machen. Die konstante Nutzung verbraucht die Milch gleichmässiger, aber auch schneller.

Gelegenheitsfahrer kommen meist 4-6 Monate mit einer Füllung aus, sollten aber besonders auf das Aushärten der Milch achten.

Saisonfahrer fahren am besten, wenn sie vor jeder neuen Saison die Milch komplett erneuern und mit frischem Material starten.

Neuer Reifen: Deshalb verschwindet Dichtmilch einfach so!

Ein neuer Reifen braucht meist mehr Dichtmilch, weil die Karkasse anfangs einen Teil davon aufsaugt. Innen ist der Reifen noch trocken und noch mit keinem Dichtfilm versehen, deshalb zieht Dichtmilch fast unbemerkt in die Poren.

Hinweis: Aus diesem Grund sollte die empfohlene Menge an Dichtmilch im Reifen immer der Menge entsprechen, die nach der ersten Fahrt im Reifen ist.

Deshalb bei einem neuen Reifen nach der ersten Fahrt immer kurz kontrollieren und bei Bedarf nachfüllen. Mit dem milKit Ventilsystem dauert das nur wenige Augenblicke - ganz ohne Sauerei und ohne den Reifen abzunehmen. Hier siehst du, wie es funktioniert.

Wie erkenne ich, ob mein Reifen wirklich dicht ist?

Nach der Montage fragst du dich vielleicht: „Hält das jetzt wirklich?“. Es gibt ein paar einfache Tests, um zu prüfen, ob dein Reifen zuverlässig abdichtet.

Sichtprüfung: Reifenflanke kontrollieren: Sitzt der Reifen gleichmässig im Felgenhorn, ohne Wellen oder Beulen?

Blasencheck: Mit etwas Seifenwasser die Reifenflanken und Speichenlöcher einstreichen. Wenn kleine Blasen aufsteigen tritt irgendwo Luft aus.

Hör- & Fühltest: Ein Zischen deutet auf Undichtigkeit hin. Reifen nach dem Aufpumpen kräftig drücken. Wenn er sofort merklich weicher wird, ist er noch nicht dicht.

Dichtmilch-Verteilung: Nach dem ersten Aufpumpen den Reifen kräftig schütteln und drehen, am besten waagerecht in alle Richtungen. Das sorgt dafür, dass die Milch überall hinkommt. Danach mach eine kurze Probefahrt (1–2 km), das hilft enorm: Die Milch verteilt sich und verschliesst Mikroporen.

Druck halten: Den Luftdruck nach dem Aufpumpen notieren. Nach ein paar Stunden oder über Nacht kontrollieren: Nur leichter Druckverlust (0,2–0,5 bar) ist normal. Deshalb auch vor jeder Fahrt Luftdruck checken und ggf. etwas nachpumpen. Bei starkem Druckabfall das Leck suchen und ggf. Milch nachfüllen. Sitzt der Reifen auch wirklich sauber im Felgenhorn?

Nachkontrolle: Vor allem bei neuen Reifen: Nach der ersten Fahrt Dichtmilch noch einmal prüfen. Viele, vor allem neue Reifen „schlucken“ anfangs etwas Dichtmilch, da diese oftmals in den Poren versickern, Eventuell muss nachgefüllt werden.

Hinweis: Auf jeder milKit-Dichtmilchflasche findest du Empfehlungen, wie viel Dichtmilch du für welchen Reifentypen benötigst. Diese Menge sollte nach der ersten Fahrt noch im Reifen drin sein.

Tipps vom Profi: Mit Systemen wie dem milKit Ventilsystem lässt sich das ohne Reifen-Demontage super einfach checken.

Wie viel Dichtmilch muss ich in den Reifen füllen?

Empfohlene Dichtmilch-Mengen bei milKit Dichtmilch:

  • Road / Gravel: 60–80 ml
  • 26” MTB: 60–80 ml
  • 27.5” MTB: 80–100 ml
  • 29” MTB: 100–120 ml
  • 32” MTB: 110–140 ml

Wichtig: Diese Mengen sollten nach der ersten Fahrt effektiv noch im Reifen vorhanden sein. Neue Reifen „schlucken“ anfangs Dichtmilch, weil die Karkasse noch nicht mit einem Dichtfilm versehen ist und Milch in die Poren einzieht – oft unbemerkt.

Deshalb bei neuen Reifen eher etwas grosszügiger befüllen und nach der ersten Fahrt unbedingt kontrollieren und bei Bedarf nachfüllen.

Neuer Reifen: Deshalb verschwindet Dichtmilch einfach so!

Ein neuer Reifen braucht meist mehr Dichtmilch, weil die Karkasse anfangs einen Teil davon aufsaugt. Innen ist der Reifen noch trocken und noch mit keinem Dichtfilm versehen, deshalb zieht Dichtmilch fast unbemerkt in die Poren.

Hinweis: Aus diesem Grund sollte die empfohlene Menge an Dichtmilch im Reifen immer der Menge entsprechen, die nach der ersten Fahrt im Reifen ist.

Deshalb bei einem neuen Reifen nach der ersten Fahrt immer kurz kontrollieren und bei Bedarf nachfüllen. Mit dem milKit Ventilsystem dauert das nur wenige Augenblicke - ganz ohne Sauerei und ohne den Reifen abzunehmen. Hier siehst du, wie es funktioniert.

Woran erkenne ich, dass die Dichtmilch verklumpt?

Grundsätzlich lässt sich das erst dann definitiv sagen, wenn man den Reifen öffnet und man die dafür typischen gummiartigen Klumpen im Reifen findet. Wenn man beim langsamen Fahren jedoch bereits ein dumpfes Klopfen oder ein waberndes Schlagen hört, sind das bereits ein konkretes Anzeichen dafür, dass die Milch verklumpt ist. Auch leichte Vibrationen – ausgelöst durch herumschleudernde Klumpen – sind ein Indikator dafür, dass die Milch schleunigst gewartet werden sollte.

Hat man genügend „frische“ Milch im Reifen, so vernimmt man in der Regel ein typisches Schwappen.

Was mache ich, wenn das Dichtmittel verklumpt oder austrocknet?

Kurz gesagt: Verklumpte Milch ist ein Zeichen, dass das System nicht mehr zuverlässig funktioniert. Bei vielen Herstellern kann das vorkommen, bei milKit jedoch nicht.

Mit regelmässiger Kontrolle und dem richtigen Dichtmittel bleibt dein Tubeless-Setup dauerhaft sauber und zuverlässig dicht.

Hintergrund: Wenn die Tubeless-Dichtmilch verklumpt, verliert sie ihre Wirkung und kann Löcher oder Poren nicht mehr zuverlässig abdichten. In diesem Fall hilft nur: Reifen öffnen, alte Milchreste sorgfältig entfernen und frische Dichtmilch nachfüllen. Besonders hartnäckige Klumpen können mit warmem Wasser oder Isopropanol gelöst werden. Wichtig ist, dass Felge, Reifen und Ventil danach wieder sauber und trocken sind, bevor neue Milch hineinkommt. Bei der milKit Dichtmilch musst du dir darüber keine Sorgen machen: Sie ist so formuliert, dass sie nicht zu Gummiklumpen aushärtet, sondern selbst im ausgetrockneten Zustand elastisch bleibt und keine festen „Bälle“ bildet, die im Reifen herumrollen. Das macht die Pflege deutlich einfacher und verhindert, dass Reste im Ventil oder in der Felge hängenbleiben.

Wie reinige ich Reifen und Felge von Dichtmilch?

Je nach gewählter Dichtmilch geht die Reinigung einfacher oder schwieriger von der Hand. In der Regel lässt sich Milch, die sich noch nicht hartnäckig festgesetzt hat, recht gut mit Wasser und einem Schwamm / einer Bürste reinigen.

Eingetrocknete Dichtmilch kann man mit warmem Wasser aufweichen – dann lässt sie sich in der Regel gut manuell entfernen. Bei besonders hartnäckigen Klumpen empfiehlt es sich, Isopropanol oder einen speziellen Dichtmilchentferner zu verwenden. Wichtig ist, dass Felge, Reifen und Ventil danach wieder sauber und trocken sind, bevor neue Milch hineinkommt.

Wie entsorge ich Dichtmilch?

Wir empfehlen, die Dichtmilch zunächst vollständig eintrocknen zu lassen, indem man flüssige Reste auf ein Stück Karton oder Papier giesst. Die getrocknete Masse verhält sich dann ähnlich wie Gummi und kann problemlos über den Hauskehricht / Restmüll entsorgt werden. Das gleiche gilt für grössere Mengen Dichtmilch – bitte nicht flüssig in den Abfluss schütten. Auch hier empfiehlt es sich, die Milch zunächst in einer Schale oder einem Behälter eintrocknen zu lassen, bevor man sie im Restmüll entsorgt. Wenn man besonders sorgfältig sein möchte, kann man Dichtmilch auch beim lokalen Entsorgungshof als nicht gefährlicher Chemieabfall abgegeben werden.

Kann ich milKit Original Sealant und die Road & Gravel Dichtmilch mischen?

Grundsätzlich empfehlen wir nicht, zwei verschiedene Dichtmittel zu mischen – insbesondere nicht, wenn sie von unterschiedlichen Marken stammen. Das führt häufig zu einer Mischung, die nicht optimal funktioniert und im Reifen zu unerwünschten Rückständen oder Verschmutzungen führen kann.

In diesem Fall basieren sowohl das milKit Original Sealant als auch das milKit Road & Gravel Sealant auf denselben Grundkomponenten (wasserbasiert mit synthetischem Latex). Technisch ist ein Mischen daher möglich.

Um dennoch etwaige Probleme oder Verwirrung zu vermeiden, empfehlen wir jedoch, sich für ein Dichtmittel zu entscheiden und dieses konsequent zu verwenden.

Worin liegen die Unterschiede zwischen dem milKit Original Sealant und der milKit Dichtmilch für Road & Gravel?

Optimierte Partikel für hohe Drücke:
Die Road & Gravel Dichtmilch enthält speziell abgestimmte Partikel, die auch bei höheren Reifendrücken zuverlässig abdichten. Das ist besonders wichtig bei schmaleren Road- und Gravel-Reifen.

Flüssigere Zusammensetzung für längere Haltbarkeit:
Die milKit Road- & Gravel-Dichtmilch ist etwas flüssiger formuliert. Dadurch bleibt sie länger funktional im Reifen und trocknet weniger schnell aus. Vor allem bei hohen Temperaturen und einem heissen Bodenbelag - was das Austrocknen von Dichtmilch tendenziell fördert - ist das ein grosser Vorteil.

Du hast Fragen zu unserem Tubeless-Booster?

Wie viel Druck benötige ich im Booster?

Der erforderliche Druck im Booster hängt stark von der Felgen-Reifen-Kombination ab und davon, ob der Reifen bereits installiert war oder nicht.

Mit 6 bar funktionieren es in den meisten Fällen nur mit guten Felgen-Reifen-Kombination oder vorher schon installierten Reifen. Mit 8 bar werden die meisten Reifen problemlos aufgepumpt und nur in wenigen Extremfällen werden die vollen 11 bar benötigt.

Kann ich den Booster mit allen Tubeless-Ventilen verwenden?

Der milKit Booster kann mit jedem Presta-Ventil verwendet werden. Die milKit-Ventile haben den Vorteil (neben dem Vorteil, dass man die Dichtmilch messen und nachfüllen kann, ohne die Luft aus dem Reifen abzulassen), dass die Luft auch ohne Ventilherz im Reifen bleibt – was das Aufpumpen mit dem Booster wesentlich effizienter und einfacher macht.

Presta-Ventile mit Aussengewinden, die nicht bis ganz oben am Ventilschaft reichen, reduzieren die Effizienz des milKit-Boosters.

Sitzt der Reifen nach dem Aufpumpen mit dem Booster vollständig auf der Felge?

Der milKit Tubeless Booster dient nur zum Voraufpumpen des Reifens, damit dieser auf der Felge sitzt und die Luft hält. Danach hat man genügend Zeit, mit der milKit-Spritze die Dichtmilch durch das milkit-Ventil in den unter leichtem Druck stehenden Reifen einzufüllen, das Ventiherz wieder einzuschrauben und den Reifen auf den vollen Druck aufzupumpen, bis er vollständig auf die Felge springt.

Sollte der Reifen die Luft nach dem Voraufpumpen mit dem Booster nicht gut halten, kann man erst das Ventilherz wieder einschrauben, den Reifen auf den vollen Druck aufpumpen, bis er vollständig auf die Felge springt und danach den Luftdruck wieder unter 1.5 bar reduzieren, um die Dichtmilch in den Reifen einzufüllen.

Muss ich das Ventilherz aus dem Ventil schrauben, wenn ich mit dem Booster aufpumpe?

Der milKit-Booster kann mit oder ohne eingesetztem Ventilherz verwendet werden. Das Entfernen des Ventilherzes führt jedoch zu einem wesentlich effizienteren Luftstrom und wir empfehlen, das Ventilherz immer zu entfernen.